Ohnmacht

    0
    2957

    |Welch eine bizarre Wendung hatte sein Leben genommen! So urplötzlich von höchsten Höhen in die tiefsten Niederungen gestoßen zu werden, war kaum zu verkraften. Anstatt wie geplant in der Unternehmung seines Patenonkels zu residieren, sich von hübschen Sekretärinnen bedienen zu lassen und dabei deren schmachtende Blicke in seinem Nacken zu spüren, wurde er in der Finsternis eines feuchtkalten Folterkellers gefangengehalten, musste in regelmäßigen Abständen zu sadistischen Vergnügungen eines barbarischen Weibes seine Haut zu Markte tragen, indem er ihr als Peitschenfleisch und als unterwürfiger, folgsamer Lecksklave zur Verfügung stand oder ihr gar, als wäre es die natürlichste Sache der Welt, als lebendige Toilette zu dienen hatte.

    Das Schlimmste aber war, dass er dieses gefürchtete peitschenbesessene Ungeheuer mit „Herrin“ anzusprechen hatte und sich bei ihr für jeden Stiefeltritt, jeden Peitschenhieb und jede Ohrfeige unterwürfig zu bedanken hatte. Die Haut seines Körpers war von der Behandlung mit den verschiedensten Gerten und Peitschen zerfetzt und aufgeplatzt, die Zunge vom unerbittlichen Lecken wundgerieben und schon leicht geschwollen.

    Welch eine wollüstige Genugtuung würde es für sie sein, einen Angehörigen der besseren Gesellschaft vor sich kriechen und sich von ihm die Füße küssen zu lassen! Wohl bereits in diesen Augenblicken genoss sie das Wissen, dass ihr Leibeigener wehrlos den Peitschen seiner Erzieherin ausgeliefert war. Also wurde er hier lediglich auf das zukünftige Leben als sklavischer Diener einer anbetungswürdig schönen, jungen, aber eiskalt handelnden blonden Göttin vorbereitet.

    Es kostete ihn immer weniger Überwindung, die fleischige Frucht ihrer Scham zu lecken und mit seiner Zunge tief in sie einzudringen, nachdem sie ihre wilde Peitschenlust an ihm ausgelebt hatte. Wie immer hatte er in absoluter Dunkelheit in seinem kleinen Käfig gesessen, die Arme mit Handschellen an dessen Gitter gefesselt, den Hals zwischen den zwei Brettern fixiert, die den Verwöhnungssitz seiner Herrin bildeten. Den Brettern, die neben Peitsche und Weiberfleisch seine Welt bedeuteten, die Bühne, auf der sich sein Sklavendasein abspielte.

    Als sich die Tür des Verlieses öffnete, hielt er urplötzlich seinen Atem an. An jenem Tag besuchte ihn die Peitschenlady nicht wie üblich in schwarzer Ledermontur, sondern lediglich mit hochhackigen Sandaletten und einem weißen T-Shirt bekleidet, das gerade ihre Blöße bedeckte, ihre Beine aber in ihrer ganzen atemberaubenden Schönheit sehen ließ. Was für herrlich geschwungene, kräftige Beine, dachte er, während sie zielstrebig auf ihn zukam. Zwischen diesen anmutigen Schenkeln, nur von einer dünnen Gummihülle getrennt, hatte jeweils sein Kopf gesteckt und weine fleißige Zunge ihre Arbeit verrichtet. Zwischen diesen anbetungswürdigen Rundungen lag die Quelle, aus der er jeweils getränkt worden war.

    Ihre großen sinnlichen Lippen verzogen sich zu einem geheimnisvollen Lächeln, als sie auf ihn hernieder sah und ihn mit ihren ausdrucksvollen Augen fixierte. Er hielt diesem Blick nicht lange stand und senkte demütig sein Haupt. Dabei streiften seine Blicke über die verschwommenen Konturen ihrer vollen und herrlichen Brüste, die von dem anschmiegsamen T-Shirt liebevoll umfangen wurden. Ihre erregt aufgerichteten Brustwarzen drängten stürmisch wie kostbare Perlen schimmernd, gegen den zarten Stoff des kurzen Kleidungsstückes und bildeten darauf kleine spitze Ausbuchtungen.

    Seine Herrin stieg nun über einen kleinen Schemel auf den Käfig und rammte die hohen Absätze links und rechts seines Kopfes wuchtig in die Polster des Prangers, in welchem sein Hals steckte. Langsam ging sie in die Hocke und stürzte sich dabei mit einer Hand auf seinem Kopf ab und offenbarte ihm ihre dominante Unterseite. Plötzlich verkrallte sie ihre Finger in seinem Haar und bog ihm den Kopf brutal zurück. Er hätte vor Schmerz aufschreien können, aber er biss die Zähne zusammen. Die Anspannung in seinem Nacken löste sich ein wenig und ein Seufzer der Erleichterung kam über seine Lippen.

    „Schau mir zwischen die Beine, schau ganz genau hin und erzähle deiner Herrin, was du siehst.“ Befahl ihm die barsche Stimme ultimativ. Brutal aus seinen Träumen gerissen starrte er angestrengt auf das Stückchen durchsichtigen Stoffs über seiner Nase, das sich einer zärtlichen Umarmung gleich eng an den Venushügel seiner Unterdrückerin schmiegte, ihre ihm so vertrauten Rundungen ihres majestätischen Gesäßes verschwand. Mit stotternden Worten erzählte er ihr, was er schauen durfte.

    Dann erhob sie sich aus ihrer Kauerstellung, setzte die raue Sohle einer ihrer Sandaletten auf seine Lippen und drückte dabei seinen Kopf brutal nach hinten. Nachdem sie die Sohle ausgiebig hatte lecken lassen, verließ sie den Keller wieder. Alleingelassen in der absoluten Dunkelheit hatte der verstörte Sklave alle Zeit um nachzudenken. Die Haut seines Gesichtes glühte und spannte, sein Puls raste, der Kopf dröhnte, als arbeite neben ihm ein Presslufthammer.

    Gewiss er fürchtete die Züchtigungen ihrer furchtbaren Peitschen, doch ihre Füße oder die majestätischen Rundungen ihres Gesäßes lecken zu dürfen, erfüllte ihn inzwischen mit Freude und mit warmem Glücksgefühl. Es erschien wie ein Akt der Gnade, sein Gesicht nach einer Auspeitschung tief in die weiblichen Rundungen zu schmiegen und mit der Zunge in die intimsten Bereiche seiner Peinigerin eindringen zu dürfen. Es bedeutete ihm höchste Ehren, für würdig befunden zu werden, die glitzernden Spuren seiner Herrin im Gesicht, auf seinen Lippen in seinem Haar zu tragen. Es kam einer Auszeichnung gleich, den eigenartigen, weibliche Dominanz verkörpernden Geschmack auf seiner Zunge zu spüren und ihn in tiefster Dankbarkeit in seinem Mund bewahren zu dürfen.

    Beschämt und erschrocken musst er sich eingestehen, dass ihm seine Entscheidungsfähigkeit entglitten, dass er in seinem Verhalten bereits ein Sklave war. Diese grausame, aber in irgendeiner Weise faszinierende, schöne Frau hatte ihr Ziel erreicht! Irgendwie beglückte ihn die Tatsache, ihr zu gehören, sich ihrem Willen beugen zu müssen. Diese Frau bestimmte einfach aus einer Laune heraus über sein Schicksal. Sie spielte so leicht und unbekümmert mit dem Schicksal ihrer Opfer, als handele es sich dabei um belanglose Nichtigkeiten.

    Hatte er dafür studiert, sich unzählige Nächte abgerackert, Prüfungen bestanden, nur um als lebendiges Massagestäbchen, als Lustspenderchen zwischen weiblichen Schenkeln zu enden? War das etwa die ihm zugedachte Aufgabe seines Lebens, sich selbstlos hinzugeben, ja sich für einen kurzen Augenblick sündiger weiblicher Wollust zu opfern? Durfte er sich so einfach zum willenlosen Spielball weiblicher Lüste und Launen degradieren lassen?

    Einerseits schreckten ihn die unmenschlichen Schmerzen, die er zu erdulden hatte und weiterhin zu erdulden haben würde, die Peitschen, Gerten und Ruten, die derben Tritte der Stiefelabsätze, die Klammern, der heiße Kerzenwachs, die Elektroschocks und vieles mehr… die immerwährende Kälte des Kellers, die sich tief in seinen Körper gefressen hatte, ihn eisern umklammert hielt und schlottern ließ…

    Andererseits winkte die süße Verheißung, sich vor den furchtbaren Bissen der Peitschen in die wärmende Geborgenheit der sündigen, üppigen Rundungen dieser schönen, gnadenlosen Frau retten zu können. Sich zu verstecken in der Kluft zwischen ihren festen und warmen Gesäßbacken, ihr ohne Angst vor Peitschenhieben huldigen zu dürfen, ja beinahe Teil ihres anbetungswürdigen Körpers werden zu dürfen.

    Langsam beruhigte sich sein aufgewühltes Gemüt; unmerklich tat er den letzten und entscheidenden Schritt zum unterwürfigen, folgsamen Eigentum einer dominanten Frau, den, sich mit seinem Schicksal abzufinden und endgültig den Wesenszug anzunehmen, der den wahren, den demütigen Sklaven ausmacht. Den Sklaven, dessen gesamtes Bemühen, dessen unermüdliches Streben dem Wohlergehen seiner Herrin gewidmet ist. Tagtäglich, jahraus, jahrein IHR zu dienen, für sie, für ihre Wollust da zu sein… Niemals eine Rechtfertigung für ihr Tun und Lassen zu erwarten, sondern sich ihrem Willen mit Freuden und Hingabe zu unterwerfen.

    Ja, was wäre denn so grauenhaft daran, sich tief in ihre Kluft zu schmiegen, ihre Intimitäten anbetend zu liebkosen, sich weichem, warmem Weiberfleisch auszuliefern und bedingungslos hinzugeben? Sich einzugestehen, dass die eigene Existenz angesichts der Aufgabe, die da zu erfüllen war, absolut zweitrangig und unwichtig war? Es als Ehre anzusehen, Spielzeug feuchter und warmer Schamlippen, Quelle zügelloser, weiblicher Wollust sein zu dürfen? Das zu erwartende Martyrium als Huldigung und glühende Verehrung des weiblichen Geschlechtes zu verstehen und seine ganze persönliche Aufopferung für die weibliche Wollust als etwas Großes und Einzigartiges zu verstehen?

    Wäre er nicht etwas ganz Besonderes in den Augen vieler selbstbewusster junger Frauen; wäre er nicht etwas ganz Begehrenswertes. Natürlich wäre sein Schicksal als Sklave damit endgültig besiegelt – aber war das nicht auch schon jetzt der Fall. Ach was sollte diese nervenaufreibende Qual, was sollten diese nutzlosen Träumereien, er würde sich so oder so dem despotischen Willen seiner Herrin beugen. Das Beste für ihn wäre wohl, sich einfach gehen zu lassen, sich nicht mehr gegen sein unabänderliches Schicksal aufzulehnen, Sklave und Diener einer außerordentlichen schönen und außerordentlich despotischen Frau zu sein und in alle Ewigkeit zu bleiben.