Meine sexuellen Erfahrungen – Teil 2

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    |Die Würfel waren gefallen. Der Zufall hatte Ute die Rolle der Masochistin zugewiesen, während ich nun die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen mußte, als bitterböser Sadist zu agieren.
    Das wollte natürlich gut überlegt sein, denn unser erstes SMErlebnis sollte auf jeden Fall sehr stilvoll inszeniert werden … so ein Tag, den man nie vergißt !

    Ich ging zunächst ins Wohnzimmer und blieb andächtig vor unseren Bücherregal stehen.

    Das ist schon beindruckend … zwei Zentner Weltliteratur im Ikea Regal.

    Nee, ich kaufe nicht jeden Mist … alles auserlesene Raritäten !

    Ich achte immer darauf, daß der Buchrücken im Farbton zur Tapete paßt und die äußeren Abmesssungen, 22 x 16 cm betragen … es soll ja auch zum Ambiente unserer Sozialbauwohnung passen.

    Mein Lieblingsbuch „Schweinskram Band 86“ war schnell gefunden.

    Ich ging in mein Lesezimmer, verriegelte die Tür, weil ich auf dem WC nicht gestört werden möchte … und vertiefte mich in das Kapitel …

    „SadoMasochistischeSchamhaarfrisur für Anfänger“

    Ich war begeistert … von „Glatze“ bis „Dauerwelle“ … alles gut beschrieben und ganz viele Bilder.

    Am besten gefiel mir die Kreation „STOPSchild“. … dreieckiger Haarkranz … rot getönt … … Innnenfläche kahlrasiert.

    Fünf Seiten weiter dann die UtensilienListe …

    Drahtbürste … Kernseife … Glasscherbe … Flachzange … Seitenschneider … usw.

    Ich war schon angenehm überrascht, wie einfach das war, als auf der nächste Seite der Hammer kam …

    Ein …. G y n ä k o l o g e n s t u h l 🙁

    Ich trommelte wild gegen die Klotür ….

    „U u u u te … bring mir mal den IKEAKatalog, wir brauchen neue Möbel !“

    Ich war gefrustet, … weder im Ikea noch im Quellekatalog war ich fündig geworden. Vor ein paar Tagen, wurde im Internet, auf einer Hompage, so ein Stuhl für 1000, DM angeboten. Aber der war leider zu teuer.

    Wenn schon ein Stuhlgang erforderlich war, dann mußte er wenigstes preiswert sein.

    Also war mal wieder mein Improvisationstalent gefragt.

    Ich kramte mir das medizinische Fachbuch von dem japanischen Professor Hatchi mit dem Titel …

    „Gesundheit !… Danke !“

    heraus und suchte nach einer Abbildung, um mal zu sehen, wie so ein Ding überhaupt aussah.

    Als ich dann endlich im Anhang das Bild 273.IV.a5 gefunden hatte, war ich erleichtert, denn ich hatte sofort ein geniale Idee ….

    Ich hatte mich im Wohnzimmer eingeschlossen, um ungestört meine Vorbereitungen zu treffen. Am Nachmittag war ich fertig.

    Was jetzt noch fehlte, war das passende Outfit. Vor einigen Wochen hatte ich mir schon heimlich eine Garderobe für SMPartys gebastelt.

    Aus zwei Eierbechern und einem Bremsseil hatte ich mir einen geilen Stringtanga angefertigt.

    Die Eierbecher waren aus Nirostastahl, … alles Made in Germany !

    Eigentlich wollte ich dazu noch ein Kettenhemd stricken, aber … na ja … die Hosenträger von der Bundeswehr sahen auch nicht schlecht aus.

    Ich betrachtete mich im Spiegel, … drehte mich nach allen Seiten und war sehr zufrieden mit mir.

    Das sah richtig geil aus und ich konnte mir sehr gut vorstellen, daß ich in diesem frivolen Outfit auf viele Frauen einen umwerfenden Eindruck machen würde.

    Ich zog meinen Bademantel über, verfasste noch schnell, auf einem DINA4 Blatt, eine Kleiderordnung für Sklavinnen und ging dann zu Ute in die Küche, die am Herd gerade Bratkartoffeln zubereitete.

    „Dein Herrr und Meister und Gebieter und so weiter… , hat alles vorbereitet … wie gefalle ich dir ?“

    Ich stellte mich vor Ute hin und ließ würdevoll meinen Bademantel von den Schultern gleiten und wartete auf ihre Reaktion.

    „Castaneda spinnst du, … mich so zu erschrecken ?“

    Erst jetzt betrachtete sie meine dominante Erscheinung.

    Die Überraschung war mir gelungen, denn sie konnte ihre Freude nicht verbergen, … bekam einen Lachkrampf … verschluckte sich … Freudentränen auf ihren Wangen.

    „Klasse Castaneda … einfach entzückend … wie der Typ aus der Geisterbahn !“

    Ich wurde richtig verlegen, gewann aber schnell meine Fassung zurück.

    „Du bist die auserwählte Sklavin, die heute ihrem Herrn die Ehre erweisen darf … hier ist deine Kleiderordnung … zieh Dich jetzt schnell um, ich kümmere mich derweil um die Bratkartoffeln !“

    Nach etwa zehn Minuten kam Ute zurück in die Küche.

    Vollständig bekleidet mit dem Kostüm einer Sklavin.

    Um der Taille einen breiten schwarzen Ledergürtel. Am Hals baumelte locker ein Hundehalsband.

    Das war alles !

    Dieser reizende Anblick ließ meinen Hormonzeiger in die Höhe schnellen und … die Eierbecher machten k l i n N n N n g .

    Es war so ein richtig feierlicher Augenblick …

    „Sprich .. SKLAVIN … wie fühlst du dich jetzt ?“

    „Mir ist kalt !!!“

    Ich begriff, daß man als Sklavenbesitzer nicht nur Rechte besaß, sondern auch Verantwortungsgefühl zeigen mußte …

    „Na gut, … du darfst dir deine CanabisSocken anziehen.“

    Ute hatte sich, aus einem ÖkoLaden, Wolle aus Hanf besorgt und uns ein paar feine Söckchen gehäkelt.

    Die Dinger sind wirklich praktisch … tagsüber warme Füße … und wenn man mal einen lustigen Abend haben möchte, kann man die Dinger in der Pfeife rauchen.

    Als Ute zurückkam, hatte ich bereits das schwarze Dreieckstuch aus unseren Erstehilferettesichwerkann Kasten geholt und zu einem schmalen Band zusammengefaltet.

    Meine Stimmung und mein Hormonzeiger waren niedergeschlagen, als ich meine Sklavin erneut in Augenschein nahm.

    Keine Spur von Demut … lässig an die Wand gelehnt … die Hände vor dem Bauch gefaltet … und gähnt mir frech ins Gesicht 🙁

    „Mensch Ute … hast Du denn gar keine Fantasie … hängst da rum, wie ’ne Stehlampe … eine gute Sklavin muß doch Haltung bewahren !“

    Langsam wurde ich ungeduldig, denn das TangaBremsseil klemmte in der Kimme.

    „Jetzt stellst du dich erst mal gerade hin … die Hände auf den Rücken … Beine leicht gespreizt … und nun die Augen senken … ich will deine Demut spüren !“

    Ute führte meine Anweisungen aus … nahm die Hände auf den Rücken … stellte die Beine etwas auseinander und als sie den Blick an meinem Körper hinabgleiten ließ, kam wieder dieses frivole Lächeln zum Vorschein … ihr Blick heftete sich auf meine Lenden und dann prustete sie los…

    „Rien ne va plus !“

    Ich verstand zwar kein Wort, aber diese Verbalerotik törnt mich immer wieder an.

    Prickelnde Erotik in der Luft.

    Das mußte ich ausnutzen.

    „Ich werde Dir jetzt die Augen verbinden !“

    Ute begann wollüstig zu stöhnen …

    „Oooooh jaaaa g e i i i l … und was machen wir dann ?“

    „Dann werden wir erst mal die Bratkartoffeln essen, bevor sie kalt werden.“

    Der große Augenblick war gekommen. Ute stand mit verbundenen Augen im Wohnzimmer, wo ich einfallsreich das Studio eines Schamhaarfriseurs nachempfunden hatte.

    „SKLAVIN , … die Stunde der Wahrheit ist nun gekommen !“

    Ich nahm ihr die Augenbinde ab.

    Ute rieb sich die Augen, … blinzelte zweimal … schaute zum Tisch, wo ich den Inhalt meines Werkzeugkastes odentlich ausgebreitet hatte … sah den Gartenstuhl und die zwei Wagenheber davor, … die ich aufrecht stehend am Fußboden festgeschraubt hatte …

    Ute war fassungslos …

    „Spinnst du Castaneda ? … unser Wohnzimmer ist doch keine Autowerkstatt !“

    „SKLAVIN … wie kannst Du in diesem Ton mit Deinem Herrn und Gebieter reden ?“

    Ute bekam einen Schreck, weil ich sie mit einem zornigen Unterton in ihre Schranken gewiesen hatte … sie lenkte auch sofort ein.

    „Hast du ’ne Macke … MEISTER ?“

    „Na also, … das hört sich doch schon viel besser an.“

    Sie ging auf die Sitzgruppe zu … betrachtete den Gartenstuhl, dessen Rückenlehne man in verschieden Positionen verstellen konnte, … musterte die beiden Wagenheber …

    „Was willst’e denn damit machen ???“

    Ich war enttäuscht, weil doch jeder Idiot sehen konnte, wozu dieses Möbel gedacht war.

    „Jaaa … da staunt meine Sklavin … das ist unser eigener G ü ü n e e k o o l o o g e n stuhl … Viele GenitalCoiffeure wären glücklich, wenn sie so ein Schmuckstück hätten !“

    „Wo hast Du denn den zweiten Wagenheber her ? … has’te den etwa geklaut ?“

    „Nö, den hab ich mir von Susanne geborgt. Morgen muß ich ihn zurückgeben, weil sie mal wieder nach Leipzig fahren möchte.“

    Ute runzelte die Stirn, schien zu überlegen …

    „Leipzig ? … liegt das nicht im Ossssten ?“

    „Och nee, … nich‘ schon wieder die alte Leier … ick erklär dir jetzt mal, wo Leipzig liegt … nu‘ stell dir mal gerade hin !“

    Ich legte meine Hand auf ihren Kopf und begann mit meinenm anschaulichen Erklärungen.

    „Also … dein Haupt ist die Hauptstadt Berlin … dann sind deine Ohren die Außenbezirke … rechtes Ohr … Staaken … linkes Ohr … Mahlsdorf … … kannst du mir folgen ?“

    Ute schielte nach oben zu meiner Hand, schaute etwas ungläubig, aber erwies sich als sehr kooperativ …

    „Ja MEISTER … alles verstanden … und die Nase ist das neue Regierungsviertel ?“

    „Genauuu … nun fahren wir mal ganz gemütlich nach Süden … “

    Ich nahm die Hand von ihren Kopf, fuhr langsam mit dem Finger zwischen ihren Brüsten hindurch, Richtung Bauchnabel.

    ( Ute bekam schon glänzende Augen )

    “ … und ganz tief im Süden liegt Bayern !“

    Ich griff mit der Hand in ihren Schritt, damit sie sich das richtig vorstellen konnte.

    „Oooooh jaaa … MEISTER … in Bayern ist es urgemütlich … da kannst’e doch ruhig ein paar Tage Urlaub machen.“

    Ich war am verzweifeln. Da versucht man mal etwas für die Bildung seiner Sklavin zu tun … aber nee, … die Frau denkt nur an ihr Vergnügen 🙁

    Da ich blöde Bemerkungen immer ignoriere, setzte ich unbekümmert meine Reise fort …

    „Wenn wir in Bayern angekommen sind, stellen wir fest, daß wir zu weit gefahren sind , … denn Leipzig liegt weiter oben !“

    Ich strich mit meiner Hand wieder über ihren Bauchnabel … nahm den Abzweig nach Leipzig und landete genau auf ihrer rechten Brustwarze.

    „Hier ungefähr liegt Leipzig !“

    Ich strich mit dem Finger über ihren Nippel, der sofort steif wurde. Ute stöhnte …

    „M E I S T E R … Leipzig ist eine seeehr schöne Stadt … mach doch mal ’ne Stadtbesichtigung.“

    Ich war gefrustet.

    „Heute wird nicht gefummelt … nun konzentriere dich mal mehr und sage mir in welcher Himmelsrichtung Leipzig liegt !“

    Ute fuchtelte mit einer Hand in der Luft herum … skizzierte wohl in Gedanken die Deutschlandkarte. Ich wurde schon ungeduldig, als sie endlich die entscheidende Antwort gab.

    „Ich hab’s … Leipzig liegt SüdWestlich von Berlin !!!!“

    Ich war erleichtert, daß sich meine Mühe gelohnt hatte, schnippste voller Freude mit dem Finger gegen das Leipziger Völkerschlachtsdenkmal … als meine Sklavin noch mal nachfragte …

    „Was will denn Susanne ausgerechnet in Leipzig ?“

    Mit dieser Frage hatte sie mich in die Enge getrieben, denn ich wußte es ja auch nicht so genau. Natürlich durfte ich mir das nicht anmerken lassen, damit meine Sklavin nicht den Respekt verliert …

    „Jaaa, … wie soll ich dir das erklären ? … das ist so’ne ASFFM !“

    „Häää … ich verstehe nur Bahnhof ?“

    „ASFFM bedeutet … Adventure SternenFahrt Für Masochisten !“

    Ute runzelte die Stirn, kratzte sich am Kopf …

    „Ach so …???“

    Mir war klar, daß nun Erklärungsbedarf angesagt war.

    „Du kannst dir das so vorstellen … Morgens, wenn die Sonne aufgeht, fährt Susanne im ZickZack durch Berlin und sammelt drei Masochisten ein, die vom ADAC als Beifahrer zur Verfügung gestellt wurden … “

    Ute hörte nun interessiert zu und hing förmlich an meinen Lippen ..

    „Dann fahren alle mit Susannes Auto, so ganz gemütlich, Richtung Leipzig … Auf der Höhe von Dessau oder … Bitterfeld beginnt dann das Abenteuer, weil dort jedesmal ihr Motor den Geist aufgibt. Nun steigen die Masochisten aus und dürfen das Wägelchen die restlichen 40…50 Kilometer bis nach Leipzig schieben …. Wenn sie dann um Mitternacht dort eintreffen, sehen sie den Sternenhimmel über sich und das Ziel ist erreicht … so einfach ist das !“

    Ute war fasziniert, aber auch nachdenklich …

    „Und das macht denen Spaß ?“

    „Na ja, … für Susanne ist das natürlich anstrengend, so viele Stunden am Lenkrad zu sitzen, aber … die Maso’s sind jedesmal begeistert … die werden förmlich mit Glückshormonen zugeschüttet.“

    An Utes Gesichtsausdruck konnte ich erkennen, daß sie immer noch am Grübeln war …

    „MEISTER … darf ich noch eine Bitte äußern ?“

    Ich nickte wohlwollend mit dem Kopf.

    „Würdest du mir bitte noch erklären, wo MÜNCHEN liegt ? … ich bin jetzt in Bayern ganz feucht geworden !“