Das erste Mal.. Teil 1

Schon von klein auf war ich der Schwarm meiner Umgebung. Meine Eltern putzten mich heraus wie eine Prinzessin, meine langen, blonden Haare taten ihr Übriges, ich stand immer im Mittelpunkt des Geschehens. Ich war es gewohnt, daß man mir „nachstieg“, und ich genoß es – bis zu jenem Tag, als ich Renate traf – die damals noch Johannes hieß. Es war in einer jener Aufriß Discos, in die ich immer ging, wenn mir nach einem Mann zumute war. Das alte Spiel wiederholte sich mit schöner Regelmäßigkeit, wenn mir ein Typ gefiel, reichte ein Blick Kontakt und ich hatte ihn „in der Tasche“. Mein Busen ist ziemlich ausgeprägt, trotzdem bin ich schlank und eher groß. Ich empfinde es fast als Belastung, große Brüste mein Eigen zu nennen, aber den meisten Männern fällt es schwer, mir in die Augen zu sehen, wenn sie vor mir stehen – und ich gebe zu, es macht mir Spaß, meinen Busen zu betonen – es ist so leicht, Männer willenlos zu machen. Ich ging also in die Disco, bestellte mir einen Jack Daniels mit Cola und wartete. Ich wehrte einige mehr oder weniger plumpe Annäherungsversuche ab und blickte immer wieder zur Tür, um eventuelle „Opfer“ gleich zu wahrzunehmen. Dann sah ich ihn. Nicht sehr groß, vielleicht 173 cm, schlank, halblange, braune Haare, er trug keinen Bart und er war allein. „Das ist der Typ für heute Abend“ dachte ich mir und begann mit dem alten Spiel, das ich, wie ich meinte, perfekt beherrschte. Nur – er schien in keiner Weise darauf anzuspringen. Diese Haltung eines Mannes war neu für mich und ich griff in die nächste Schublade weiblicher Verführungskunst. Ich zog meine Jacke aus, darunter trug ich ein knallendes T-Shirt mit der Aufschrift: „Kiß me“, die Buchstaben waren so raffiniert plaziert, daß die Form meines Busens in Verbindung mit den Buchstaben ein Herz ergaben. Ich stand auf, ging den engen Gang entlang, den er gehen mußte und stand plötzlich vor ihm. Ich reckte ihm meine Oberweite entgegen und drückte mich an ihm vorbei. Ich bemerkte, daß er auf meine Brüste starrte, mir kam es fast so vor, als sei sein Blick neidisch.
Ich suchte seinen Augenkontakt, lächelte, er lächelte zurück, ging aber weiter – wieder war eine Chance vertan. Nun hatte meine weibliche Eitelkeit einen derben Tiefschlag erlitten. Ich kämpfte mit mir zwischen „Wenn er nicht will, hat er mich nicht verdient“ und „Jetzt erst Recht!“ und entschloß mich, nicht so schnell aufzugeben. Ich ging ihm nach und sah, daß er sich vor einen Spielautomaten stellte und Geldstücke hinein warf. Er verspielte nach und nach sein Geld, war aber in keiner Weise wütend oder sauer, wie Spieler oft sind, sondern schien sich gar nicht direkt auf das Spiel zu konzentrieren. Nun konnte ich nicht mehr anders, ich sprach ihn an: „Na, kein Glück heute?“ Er sah mich an, irgendwie überrascht, schien es mir, und antwortete „Nein, aber der Automat gewinnt sowieso immer!“ „Warum spielst Du dann eigentlich?“ fragte ich ihn. „Nun, sollte ich mein Geld lieber vertrinken?“ war seine Antwort. Das war ein schwerer Brocken, aber nun wollte ich ihn unbedingt haben. „Wenn Du Pech im Spiel hast, dann hast Du sicher Glück in der Liebe!“ meinte ich und rückte ein Stück näher an ihn heran. „Nun ja, nicht unbedingt“ antwortete er, und ich bemerkte, daß er mich nun mit etwas anderen Augen musterte. Der Diskjockey kennt mich ziemlich gut, er darf ab und zu mit mir schlafen, dafür hilft er mir in manchen Situationen, wie dieser hier. Ich warf ihm einen Blick zu, er kennt diesen Blick und ich wußte, das nächste Lied wird ein schönes langsames Lied werden. Und tatsächlich, er legte „Winds of Changes“ von den Scorpions auf. „Keine Lust, zu tanzen?“ meinte ich zu ihm, worauf er nur sagte „gut, gehen wir!“.

Er ließ den Spielautomaten alleine weiter spielen und folgte mir auf die Tanzfläche. Dort angekommen, legte ich meine Arme um seinen Hals. drückte meine Brüste an ihn und versuchte meine Oberschenkel so zu plazieren, daß ich seinen Penis spüren konnte. Es ist immer wieder das selbe Spiel, ich spürte, wie sich sein Schwanz versteifte, wie er nun langsam begann, meinen Rücken zu streicheln. Ich muß gestehen, der Typ machte mich derartig an, daß ich zu zittern begann und alleine vom Tanzen fast einen Orgasmus bekam. Viel zu schnell war das Lied zu Ende und ich wartete darauf, daß er mir nun den Vorschlag machen würde, die Disco zu verlassen – aber nichts dergleichen kam. Er löste sich von mir, fragte mich „Wie heißt Du denn eigentlich? Mein Name ist Johannes! Laß uns zurückgehen und etwas reden.“ So was war mir noch nie passiert. Ich meinte nur „Tatjana“, aber Freunde nennen mich ‚Tanja'“, da ging er auch schon von der Tanzfläche weg. Ich wurde ziemlich wütend. Ich hatte doch gemerkt, wie sehr ich ihn erregte, und nun das. Zu allem Überfluß war ich selbst so heiß, daß ich unbedingt einen Schwanz brauchte, ich lebe eben sehr gefühlsbetont. Ich folgte ihm (in der Zwischenzeit hatte der Spielautomat einiges an Geld ausgespuckt, das er sich herausholte). „Willst Du Dich zu mir setzen?“ fragte ich ihn, und er antwortete „Ja, gerne!“. Nun ja, also doch, dachte ich mir, ging voraus und wir setzen uns nebeneinander hin. Ich drückte mein Bein an ihn, spürte den Gegendruck und versuchte den „Tief-In-Die-Augen-Schauen-Blick“, mit dem ich bisher immer Erfolg hatte. Er hielt meinem Blick stand, allerdings merkte ich, daß er nun endlich auch unruhig wurde. Ich konnte mich einfach nicht mehr beherrschen und meinte „Bist Du verheiratet oder hast eine feste Freundin?“. Er sah mich an und meinte „Nein, warum?“. Nun konnte ich nicht mehr. Ich versuchte, möglichst viel Vibrato in meine Stimme zu legen und sagte im ins Ohr: „Hast Du Lust, mit zu mir zu kommen?“. Er sah mich an, meinte „Warum eigentlich nicht“ und stand auf. Na endlich hatte ich ihn da, wo ich ihn haben wollte, zog meine Jacke an und ging mit ihm auf die Straße. Wir nahmen ein Taxi, das er bezahlte und gingen in meine Wohnung. Sie war natürlich wieder ziemlich unaufgeräumt, aber das schien ihn in keiner Weise zu stören. Er setzte sich auf mein Sofa, spielt mit der Fernbedienung meines Fernsehers herum und schaltete diesen ein. „Ich hab eine viel bessere Idee als Fernsehen“ sagte ich mit diesem Zittern in der Stimme, mit dem ich immer schon Erfolg hatte. „Was denn?“ meinte er. „Frag nicht so dumm, komm endlich her!“ meinte ich und er stand tatsächlich auf und folgte mir in mein Schlafzimmer. „Dem werde ich eine Show verpassen“ dachte ich mir und machte mich daran, mich langsam auszuziehen. Zuerst die Jacke, dann zog ich langsam mein T-Shirt nach oben, hielt kurz ein, als ich an den Ansatz meiner Brüste kam und beobachtete ihn aus meinen Augenwinkeln. Und es schien so, als hätte ich ihn da, wo ich ihn haben wollte, endlich! „Und Du?“ meinte ich, „komm, zieh Dich auch aus!“ er streifte ziemlich schnell seinen Pullover ab, sein Hemd, sein Unterhemd und dann kam seine Jeans dran. Er trug ein Nichts von einem Slip darunter, und als er sich dessen entledigte, sah ich die volle Pracht seiner Männlichkeit.

Nun ja, „volle Pracht“ ist wohl etwas übertrieben, im Vergleich zu meinen anderen Männern war sein Schwanz eher klein, aber er stand fast senkrecht nach oben. Also zog ich mein T-Shirt ganz aus und genoß den geilen Blick, den er auf meine vollen Brüste warf. Ich hasse Büstenhalter, obwohl ich sie eigentlich nötig hätte. Ich habe zwar keinen Hängebusen, aber durch seine Größe wäre er in einem BH sicher besser aufgehoben – aber ich liebe es, ohne BH auszugehen, damit konnte ich die Männer wesentlich besser reizen. Meinen kurzen Lederrock riß ich mir fast vom Leib, ich konnte es einfach nicht mehr erwarten, seinen Schwanz in mir zu spüren. Aber anstatt sich sofort auf mich zu stürzen, fing er an, mein Gesicht, meinen Hals und ganz besonders meine Brüste zu küssen, zu lecken und als ich seinen Schwanz streicheln wollte, hatte ich das Gefühl, daß er das gar nicht so gern hatte. So etwas war mir noch nie untergekommen, denn die meisten Männer warten nur darauf, daß man sich um ihren Schwanz kümmert. Er nahm meine Hand und führte sie an seine knackigen Arschbacken, die andere an seinen Oberkörper und ich bemerkte, als ich seine Brustwarzen streichelte, wie diese sich sofort versteiften und wie er leise zu stöhnen begann. Auch er streichelte mich nun, streichelte meine Titten, ging auch tiefer an meine Muschi, schob erst einen, dann zwei, dann drei Finger in mich hinein – und ich erreichte einen Orgasmus nach dem anderen. Jedesmal, wenn ich seinen überaus harten Schwanz berühren wollte, legte er sich so hin, daß es mir fast unmöglich war, ihn zu berühren. Ich muß gestehen, ich hatte fast das Gefühl, mit einer Frau zu schlafen, obwohl ich das vorher noch nie getan hatte, ich hatte es mir vielleicht ein paar Mal gewünscht, aber nie den Mut aufgebracht, es wirklich zu tun. Und nun war ich mit einem Typen zusammen und hatte das Gefühl, es mit einer Frau zu treiben. Es war seltsam, irgendwie ging es mir gar nicht ab, daß er seinen Schwanz nicht ein Mal in meine Scheide steckte und er schien auch nichts zu vermissen. Er spritzte ein paar Mal ab, und das immer dann, wenn ich seinen Oberkörper streichelte, oder seinen knackigen Po küßte.

Dann nahm er seinen Schwanz in die Hand und wichste ihn über mir ab, daß sein ganzer geiler Samen über meinen Körper spritzte. Ich liebe dieses Gefühl, wenn der Samen aus dem Penis heraus geschossen kommt, ich verreibe den Saft dann gerne über meine Brüste und versuche dann, den Samen von meinen Brüsten abzulecken. Als ich das versuchte, verhielt er sich auch so, wie ich es vorher noch nie erlebte. Er tat es mir nach und leckte mit mir meinen Busen trocken. Wenn sich dabei unsere Zungen trafen, hatte ich ein Gefühl, als wenn ein elektrischer Schock durch mich hindurch fahren würde und ich hatte einen Orgasmus nach dem anderen. Nach einigen Stunden schliefen wir beide ein, ziemlich erschöpft und überglücklich, zumindest ging es mir so. Irgendwann wachte ich auf, weil Johannes irgend etwas sagte. Ich sah zu ihm herüber und auch hier passierte etwas mir mir, was ich zuvor nur selten erlebt hatte: Ich wußte sofort, daß da Johannes neben mir lag. Normalerweise muß ich mich erst erinnern, was in der Nacht zuvor los war, und wenn ich dann die Typen neben mir sehe, denke ich oft „Tanja, wen hast Du Dir denn da wieder angeschleppt“. Ich werde mich doch nicht in Johannes verliebt haben? Ich? Niemals! Oder doch? Ich sah in an und sah, daß er schlief, sich aber im Schlaf streichelte. Er streichelte aber nicht seinen Schwanz, der übrigens steinhart nach oben stand, sondern seinen Oberkörper und seine Brustwarzen. Dabei sagte er immer wieder „Tanja, komm, gib es mir, streichle meine Brüste“. Da er aber ziemlich undeutlich sprach, war ich mir nicht ganz sicher, ob er das wirklich sagte. Da ich schon wieder heiß war, rollte ich mich über ihn, streichelte seine Brustwarzen und schob seinen Schwanz in meine heiße, naße Fotze. Endlich hatte ich seinen Schwanz in mir, und obwohl sein Glied eher klein ist, kam ich schon beim ersten Stoß. Er schlief immer noch und er sagte nun ziemlich deutlich „Ja, Tanja, fick mich, fick mich!“. Eigentlich sagt doch so was die Frau, zumindest kannte ich es bisher so, sollte Johannes vielleicht schwul sein? Aber dann hätte ich ihn sicherlich überhaupt nicht interessiert – oder doch? Ich hatte keine Erfahrungen mit gleichgeschlechtlicher Liebe und wußte nicht, wie sich Homosexuelle Frauen gegenüber verhalten. Aber sein „Tanja, fick mich!“ machte mich derartig geil, daß ich mein Becken immer schneller auf und ab bewegte, dabei seine Brustwarzen streichelte, die so hart waren, wie ich sie noch nie bei Männern vorher sah. Er schien ganz in seinen Traum versunken zu sein, denn er wachte nicht auf. Plötzlich meinte er „Spritz mich voll, schnell!“ und ich spürte, daß sein Orgasmus gleich kommen mußte. Und er kam – und wie er kam! Er stöhnte schrie, rief meinen Namen und ich spürte, daß er einen Orgasmus haben mußte, der ihn in den siebten Himmel trieb. Am nächsten Morgen, als ich aufwachte, war er weg. Und, obwohl ich es mir nicht zugestehen wollte, er fehlte mir. Ich wußte nichts von ihm. Sein Name konnte falsch sein, kein Brief lag da, ich kam mir so leer und verlassen vor, ich wußte nichts mit mir anzufangen. Sonst war immer ich diejenige gewesen, die die Typen am nächsten Morgen meist aus der Wohnung warf und nun lag ich alleine da, und wünschte mir nichts so sehr, als ihn neben mir zu haben. Wie konnte ich das erreichen? Ich gehe einfach wieder in die Disco, dachte ich mir und der Tag war halbwegs gerettet. Ich konnte es nicht erwarten, bis es endlich Abend wurde, meinen Job tat ich ziemlich halbherzig. Gott sei Dank habe ich einen recht hohen Posten, den ich nicht nur meiner Intelligenz verdanke, aber das ist eine andere Geschichte. Die Disco sperrt um 8 Uhr abends auf, normalerweise komme ich erst gegen 10 oder 11, aber an diesem Tag stand ich schon um halb Acht vor den (verschlossenen) Türen. Ich rauchte eine Zigarette nach der anderen und konnte es kaum erwarten, bis die Türen endlich aufgingen. Ich war die erste in der Diskothek, natürlich war „er“ noch nicht da. Der Abend war eine Katastrophe.

Ständig wurde ich angemacht und ständig reagierte ich ziemlich unwirsch. Sogar der Diskjockey merkte, daß mit mir irgend etwas nicht stimmte und fragte mich: „Der Typ von gestern?“ Ich mußte mit den Tränen kämpfen – ja ich, die starke Frau, die sonst immer die Type wechselte wie Hemden. „Ja“ brachte ich hervor, „kennst Du ihn?“ Er meinte nur „Kennen ist übertrieben, aber er ist immer am Freitag hier“. Heute war Samstag, das durfte doch nicht wahr sein! „Und mehr von ihm weißt Du nicht?“ „Nein“, war die Antwort, „er ist ein eher ruhiger Typ, ich hab ihn noch nie mit ner Frau rausgehen sehen, außer gestern mit Dir.“. Vielleicht war meine Befürchtung, daß er sich nichts aus Frauen macht, berechtigt? „Ist er schwul?“ meinte ich. „Ich glaube nicht“, war seine Antwort, „zumindest habe ich ihn noch nie mit einem Mann gesehen.“ Mir fielen ganze Gebirge vom Herzen, ich mußte so laut gestöhnt haben, daß der Diskjockey meinte „Dich muß es ja ganz schön erwischt haben!“ und damit hatte er leider auch Recht. Nun, ich wartete den ganzen Abend, Johannes tauchte nicht auf. Die darauffolgende Woche war das schwärzeste Kapitel meines bisherigen Lebens. Ich hatte nicht mal Lust, mir irgendwelche Typen aufzureißen und fieberte nur dem nächsten Freitag entgegen. Natürlich war ich jeden Abend in der Disco, hoffte immer, ihn zu sehen und natürlich traf ich ihn nicht. Endlich war Freitag. Ich konnte mich schon die ganze Woche über nicht auf meine Arbeit konzentrieren, und endlich war es Abend. Natürlich war ich wieder viel zu früh an der Disco, natürlich rauchte ich wieder viel zu viel und natürlich war er nicht da, da ich wieder als erste vor der Türe stand. Die Minuten gingen vorüber wie Stunden und endlich – er kam herein. Als ich ihn sah, traf es mich wie ein Blitz. Ich rannte auf ihn zu, schob Leute beiseite und plötzlich sah er mich. Er erschrak, drehte sich um und rannte hinaus. Ich verstand nicht, hatte nur eines im Sinn, ihn zu fragen, warum er mich nicht sehen wollte. Ich rannte hinter ihm her, hinaus auf die Straße, sah ihn die Straße hinabrennen und spurtete hinter ihm her. Ich schrie „Johannes, Johannes, bleib doch stehen, laß uns reden!“ und das schien zu wirken. Er blieb stehen, drehte sich um und kam langsam auf mich zu. Eigentlich hatte ich vor, den „Ich-Bin-Ja-So-Verletzt-Blick“ aufzusetzen, aber als ich ihn sah, unglücklich, und nicht wissend, wohin mit sich, konnte ich nicht anders, ich rannte auf ihn zu, nahm ihn in meine Arme und stammelte nur unter Tränen „Warum denn nur, warum?“ „Nicht weinen, bitte nicht weinen!“ meinte er, „komm mit, ich erkläre es Dir“. Er wohnte ziemlich weit entfernt von der Disco, er fuhr mit dem Auto fast eine Stunde quer durch die Stadt. Er wohnte in einem dieser häßlichen Neubauten am Rande der Stadt, hoch oben im 15. Stock. Als er die Wohnungstür öffnete, war ich erstaunt über diese Wohnung – selten habe ich eine derart wohnlich eingerichtete Wohnung gesehen. „Der hat sicher eine Freundin“, dachte ich mir, „ein Mann kann eine Wohnung nicht so geschmackvoll einrichten!“.

Mir wurde ganz schwummerig bei dem Gedanken, daß Johannes nicht alleine sein könnte. Wenn ich gewußt hätte, was da noch alles auf mich zukommen würde, ich weiß nicht, vielleicht wäre ich umgedreht und nie wieder gekommen. „Ich ….“ begann er, aber ich unterbrach ihn: „Bitte laß erst mich reden!“ und dann sprudelte es aus mir heraus: „Ich liebe Dich, Johannes, ich brauche Dich, Deine Zärtlichkeit, Deine Art, Deine Streicheleinheiten….Bitte, verlasse mich nicht!“. Er überlegte. „Bist Du Dir sicher, Du hast mich doch erst einen Tag kennen gelernt!“ „Aber das reichte mir vollkommen!“ sagt ich mit Tränen in den Augen. „Gut, dann höre mir mal zu, und überlege Dir, ob Du mich nachher auch noch magst..:“ und er begann, mir seine Geschichte zu erzählen: Er erzählte mir von seiner Kindheit, seiner Schulzeit, seinem Leben und dann kam er auf den Punkt: „Tanja“, meinte er, „ich habe es satt, ein Mann zu sein, ich will endlich mein wahres Ich leben, und das ist eine Frau!“. Nun wurde mir sein Verhalten etwas klarer, daß er bei unserem ersten Treffen an den Tag gelegt hatte. Ich hatte vorher schon von Transsexuellen gehört, dachte aber immer, daß diese Leute in Fraünkleidern herumlaufen und meistens schwul sind. Also keine Chance für mich? Ich wagte es kaum auszusprechen, wollte aber endlich Klarheit haben „Johannes, sag mal, bist Du schwul?“ Er begann zu lachen, „Nein“, meinte er, „aber ich wäre so gerne lesbisch!“ Wenn ich heute an diesen Tag zurückdenke, dann muß ich gestehen, daß ich mir dachte: „Der Typ hat ne kleine Macke, die treib ich ihm schon wieder aus! Hauptsache, ich kann bei ihm bleiben.“ Wie sehr ich mich dabei irrte, wußte ich damals noch nicht. Wir sprachen noch viel über das Thema Transsexualität, und ich fragte ihn, warum er dann nicht als Frau in eine Disco gehen würde. „Ohne Titten?“ war seine Antwort, „Das bringt nichts. Ich habe es einmal gemacht, dann hat mich ein Typ angemacht und ich bin weggelaufen. Ich stehe nicht auf Männer!“ „Welch ein Glück für mich“ dachte ich und laut sagte ich „Johannes, komm her, laß uns gemeinsam weitermachen, wir werden Dein Problem schon in den Griff bekommen!“. Plötzlich lagen wir uns in den Armen und mir schienen alle Probleme so weit weg. Daß dem nicht so war, merkte ich wenige Minuten später. „Komm in’s Schlafzimmer und warte dort auf mich“ meinte er. Mir brannte es schon wieder zwischen den Schenkeln und ich legte mich auf sein Bett und wartete. Es daürte ziemlich lange, und ich befürchtete schon, er sei weggelaufen, als die Tür aufging. Vor mir stand – eine der bestaussehenden Frauen, die ich bisher gesehen hatte. Ich gebe zu, ich habe keine Erfahrung mit Frauen und meine bisherigen Kontakte bezogen sich meist auf Konkurrenz Denken, aber was da stand, _das_ war Johannes?!? Er sagte, und seine Stimme klang fast weiblich, „Hallo Darling, ich bin Renate…“ Renate, zu Deutsch „die Wiedergeborene“… Das Problem schien doch tiefer zu liegen, als ich bisher angenommen hatte. Andererseits reizte mich die Vorstellung, diese „Frau“ zu lieben, „ihr“ kleines Geheimnis zu entdecken und meine angestaute Lust mit ihr auszuleben. Mir war klar, Johannes war mit diesem Augenblick gestorben, ich liebte Renate! Ich, berüchtigt als Männer mordender Vamp, ich liebte Renate!

Renate hatte ihre Haare nach hinten gekämmt, ein kaum wahrnehmbares Make-Up aufgelegt, die Augen mit einem dunklen Kajalstift betont. Sie hatte eine weiße Seidenbluse an, durch die ich deutlich die Spitzen eines Büstenhalters sehen konnte. Sie trug einen langen Faltenrock und hochhackige Schuhe, in denen sie traumhaft sicher ging. Ihr Hüftschwung war besser, als ich ihn jemals hin bekommen würde und ihr strahlendes Lächeln mußte jeden einfach schwach werden lassen. Und ich wurde schwach, ich konnte es gar nicht mehr erwarten, sie in meine Arme zu schließen. Sie kam auf mich zu und dieses Lächeln, es machte mich vollkommen willenlos. Ich war das nicht gewohnt, denn normalerweise lächle ich über die willenlosen Typen, die meinen Busen anstarren und wie lallende Kinder an mir hängen, wenn ich ihnen den Laufpaß gebe. und nun war ich in der selben Situation, und das wegen Renate, einem Typen, der gerne Frau sein wollte. Auch dieses Mal schliefen wir nicht „richtig“ miteinander – Renate hatte „Spielzeug“ da, was jeden richtigen Penis überflüssig machte. Wir liebten uns, wie sich nur zwei Fraün lieben können und in meiner Phantasie war Renate eine Frau, auch wenn sie nackt, wie sie nun war, den Körper eines Mannes hatte. Ich begann sie zu verstehen, ich begriff, daß sie sich nichts sehnlicher wünschte, als im Körper einer Frau zu leben. Am nächsten Tag zog Renate bei mir ein. Meine Wohnung ist größer als ihre und für zwei Menschen besser geeignet. Auch hatte Renate Schwierigkeiten mit den Nachbarn. Sie traute sich nicht, als Frau die Wohnung zu verlassen, aus Angst vor schlechter Nachrede. Diese Angst war das beherrschende Thema der nächsten Wochen. Renate zog sich zwar abends als Frau an, tagsüber war sie aber immer noch Johannes. Für mich war das ein sehr seltsames Gefühl, wie als liebte ich zwei Personen. Ich werde nie den Tag vergessen, als Renate das erste Mal mit mir ausging. Sie war nervös und aufgeregt, war mit ihrer Schminke nicht zufrieden, dann paßten die Haare nicht, der Nagellack war zu grell – es war eine Katastrophe, sie endlich aus dem Haus zu bringen. Ich merkte ihr an, wie nervös sie war, sie stolperte mit ihren Stöckelschuhen, was ich bisher noch nie bei ihr erlebt hatte. Ich nahm sie kurz in den Arm, meinte „das wird schon“ und ging mit ihr weiter. Kurz darauf kamen uns zwei Typen auf der anderen Straßenseite entgegen. Sie sahen uns, pfiffen uns nach und ich wollte ihnen schon irgendeine Bemerkung hinterher rufen, als Renate meinte: „Laß sie doch, irgendwie ist das ein tolles Gefühl!“. Für mich war dieses Gefühl nicht unbekannt, ich genieße es auch, wenn irgendwelchen Leuten mein Körper gefällt, aber für Renate war es _das_ Erlebnis. Ihre Nervosität verging, sie wurde richtig aufgedreht, sprang herum und meinte: „Komm, jetzt gehen wir ins „Why Not“. Erstaunt blickte ich sie an, das „Why Not“ ist eine Lesben-Kneipe in der Innenstadt, um die ich bisher immer einen Riesen Bogen gemacht hatte. Für Männer ist hier der Eintritt strengstens verboten und deshalb war dieses Lokal für mich bisher vollkommen uninteressant. „Warum gerade dorthin?“ meinte ich. Renate sah mich mit ihren großen braunen Augen an und meinte: „Wir sind doch lesbisch, oder nicht?“ Dem war nichts hinzuzufügen und wir machten uns auf den Weg. Ich war noch nie im „Why Not“ und war gespannt, was mich hier erwarten würde. Das Lokal hatte eine große Eisentür, mit einem von außen verspiegelten Fenster und einer kaum sichtbaren Glocke daneben. Ich drückte auf die Glocke und es dauerte ziemlich lange, bis sich die Türe öffnete. Eine Wallküre von Frau stand da und musterte uns ziemlich ungeniert. Nach einer schier endlos dauernden Musterung (ich befürchtete schon, Renate würde das nicht überstehen) meinte sie „Ihr wart noch nie da, aber kommt nur rein!“. Wir gingen in das Lokal hinein, gaben unsere Mäntel an der Garderobe ab und Renate bestand eine weitere Bewährungsprobe: Das Mädchen an der Garderobe (eine häßliche, arrogante Tußi, wie ich fand) meinte zu Renate: „Du schaust verdammt gut aus! Hast Du morgen schon was vor?“ Schnell antwortete ich: „Laß die Pfoten von ihr, sie ist meine Freundin!“ und scheinbar sah ich richtig gefährlich aus, denn die Tussi nahm unsere Mäntel, meinte nur „Ja ja, schon gut“ und gab uns unsere Garderobenkarten. Wir gingen hinein und mit einem kleinen Stich merkte ich, daß ich auf einmal nicht mehr der absolute Mittelpunkt war – auch Renate wurde mit neugierigen, zum Teil geilen Blicken gemustert. Ich zog Renate zu einem Tisch am Rand des Lokals und wir setzten uns hin. Kurz darauf erschien eine Bedienung, bekleidet mit einem knallengen Lederdreß und meinte „Ja, ja, das Schmuse-Eck, muß Liebe schön sein! Was darf ich bringen?“ Wir orderten unsere Getränke, setzten uns ganz eng nebeneinander hin und blickten gemeinsam auf die Tanzfläche, auf der sich einige Frauen nach wilden Rhythmen herumtrieben.

Plötzlich spürte ich eine Hand auf meinen Oberschenkeln, und ich bemerkte, daß Renate mich mit einem wilden Glitzern ansah. Dieses Glitzern in ihren Augen machte mich halb wahnsinnig und ich bereute es fast, mit Renate ausgegangen zu sein. Zu Hause hätten wir – aber wir waren nicht Zuhause. So ließ auch ich meine Hand auf Wanderschaft gehen, ich spürte, wie ihr Schwanz hart und härter wurde und mich machte dieses Gefühl unheimlich an, zu wißen, daß die heiße Frau neben mir einen Schwanz besaß. Ich wurde unter der Berührung von Renate so geil, daß ich spürte, wie naß ich wurde. Mich erregte es ungemein, eine Frau neben mir zu haben, die einen Schwanz hatte – und niemand wußte von diesem kleinen, süßen Geheimnis! Unsere Berührungen wurden immer wilder. Unsere Gesichter waren nah beieinander, unsere Zungen fanden sich und spielten das alte Spiel. Ich flog von einem Orgasmus zum nächsten und ich spürte, wie Renates‘ Penis zu zucken begann, sie war kurz davor, abzuspritzen. Ich schob meine Zunge ganz tief in ihren Mund, preßte meine Brüste an sie und streichelte ihren Rücken. Mit meiner anderen Hand fühlte ich, wie sich ihr Schwanz entlud – im selben Moment kam auch ich, ich konnte es schon gar nicht mehr zählen, zum wievielten Mal. Tief atmend sah ich auf – und erschrak. Um unseren Tisch herum standen etwa 10 Besucherinnen dieses Lokals und klatschten begeistert Beifall. Ich stieß Renate an, die noch ganz versunken war in das, was sie eben erlebt hatte. Sie schrak auf, sah, was da um unseren Tisch herum stand und war (glücklicherweise) stumm vor Schreck. Doch das Unheil nahte, und zwar in Gestalt einer ziemlich angetrunkenen Wasserstoff-Blondine. Sie konnte schon nicht mehr richtig sprechen, aber sie brachte noch eines heraus: „Strippen!“. Mir blieb fast das Herz stehen, ich brachte kein Wort heraus. „Ja, los, zeigt Eure Titten!“ riefen nun auch die anderen, die um unseren Tisch herumstanden, im Chor. Nun war guter Rat teuer, aber die angetrunkenen Weiber gaben keine Ruhe. Die einzige Chance bestand darin, daß ich einen Strip hinlegte, der sie Renate vergessen ließen, also begann ich, langsam aufzustehen und mich meiner Jacke zu entledigen. Die Weiber grölten und schrien und waren fast von Sinnen, also ich langsam meine Bluse aufknöpfte. Wie gewohnt, trug ich keinen BH, so daß meine prallen Brüste ziemlich bald aus ihrer Umklammerung heraußprangen. Meine Nippel waren durch das Erlebnis mit Renate noch ziemlich hart, und ich begann, meine Brüste zu streicheln, spielte mit meinen Nippeln und bewegte meine Hüften im Takte der Musik. Die Frauen gerieten fast aus dem Häuschen, als sie meine vollen Titten in ihrer ganzen Pracht sahen. Sie johlten und schrien, und bei einigen bemerkte ich unverhohlene Gier in den Augen. Nein, so einfach kamen wir hier wohl nicht mehr davon. Mir graute schon vor dem, was passieren würde, wenn die Frauen erfahren würden, daß Renate ein Mann war. Doch, oh Wunder, plötzlich kam eine dicke Frau an, und schrie: „Was soll denn das, seid ihr alle wahnsinnig geworden?“ Wie ich später erfuhr, war es die Chefin des Ladens. Ich zog schnell mein T-Shirt wieder über meine Brüste, die Frauen verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren und auch ich nahm die Gelegenheit beim Schopfe, aus diesem Laden zu verschwinden.