Dark Room

0
1963

Wir chatten seit mehreren Monaten miteinander – stundenlang – nächtelang. Tauschen unsere Gedanken, unsere Phantasien aus. Sind zu virtuellen Geliebten geworden. Ich habe mich in allen nur denkbaren Positionen von dir ficken lassen. Du warst oft zärtlich aber auch oft hemmungslos und fast brutal zu mir. Wenn ich las was du mit mir tust – tun willst – in deiner Phantasie mit mir tust – dann wurden meine Finger zu deinem Schwanz. Dann habe ich an meinem Schreibtisch vor dem Monitor gesessen und mich
gestreichelt.
Meine Hände fanden den Weg zwischen meine Schenkel – zu meiner Möse -wie von selbst. Meine Finger begannen meinen Kitzler zu umkreisen und in mich einzudringen –
und es waren dann nicht mehr meine Finger sondern deine.
Ich wußte, es geht dir nicht anders. Auch du hast alleine vor dem Monitor gesessen und irgendwann deine Hose geöffnet und deinen Schwanz in die Hand genommen, ganz einfach weil du es nicht mehr ausgehalten hast. Weil unsere Phantasien dich so erregt haben, daß du es dir selbst gemacht hast – mit den Bildern im Kopf, die wir auf der Tastatur erzeugten.
Gestern hast du mich gebeten zu einer – für uns – sehr ungewöhnlichen Zeit online zu kommen. Viel früher als sonst. Und du hast mich gefragt, ob ich bereit bin dir einen Gefallen zu tun.
Natürlich bin ich das……
Du hast mich gebeten, mich so zurechtzumachen, als ob ich mich wirklich mit dir treffen würde. Hast sogar ganz bestimmte Wünsche geäußert, was meine Kleidung betrifft.
Und nun sitze ich hier – zu dieser ungewohnten Zeit – in einem schlichten aber raffiniert geschnittenen, schwarzen Kleid. Es liegt weich und schmeichelnd auf meiner nackten Haut.
Du hast darum gebeten auf Unterwäsche zu verzichten. Meine Haare liegen perfekt und ich bin sorgfältig geschminkt. Die Füße stecken in hohen schwarzen Pumps. Ich bin \“ausgehfertig\“ und werde doch \“nur\“ in einen Chat gehen.
Nur??? Nein!!! …..ich werde mich mit dir dort treffen. Werde mit dir dort die Nacht verbringen.
Der Wein steht bereit und ich habe Kerzen angezündet – so wie immer wenn
wir zusammen sind. Ich warte nur noch, daß auf dem Monitor die Worte erscheinen :\“XY betritt den Raum\“.
Kaum habe ich mich eingeloggt, betrittst du auch den Chatraum. Wir ziehen uns sofort in ein Nebenzimmer zurück, um ungestört zu sein. Wir unterhalten uns, sprechen über alles, was uns in den letzten Tagen bewegt hat. Nein, wir fallen nicht gleich übereinander her. Zwischen uns ist längst viel mehr entstanden als reiner Cybersex.
Plötzlich klingelt das Telefon. Mit allem habe ich gerechnet – damit nicht. Ich werde einfach nicht abnehmen, lasse es klingeln. Auf dem Monitor erscheint eine neue Zeile von dir.
Da steht: \“Nimm bitte den Hörer ab!!!\“ ….ich traue meinen Augen kaum.
Nehme den Hörer ab, melde mich und höre deine Stimme…..
\“Trägst du wirklich dieses Kleid von dem wir sprachen?\“
\“Ja\“ kann ich vor lauter Überraschung nur antworten.
\“Dann steh jetzt auf, geh zum Fenster, aber nimm das Telefon mit.\“
Ich gehe zum Fenster……
\“Kannst du sehen, was vor deinem Haus geschieht?\“
\“Sicher kann ich das.\“
\“Dann beschreibe es mir ganz genau.\“
Das einzige was ich dir beschreiben kann sind einige Fußgänger und eine Taxe, die gerade gegenüber vom Haus parkt. Der Fahrer steigt nicht aus – scheint zu warten.
\“Gut\“ sagst du \“diese Taxe wird dort eine Stunde stehen bleiben und auf ihren Fahrgast warten, und wenn der nicht kommt, wieder abfahren.\“
\“Auf wen wartet sie?\“ frage ich.
\“Auf dich!\“
\“Wo bist du?\“ flüstere ich in den Hörer.
\“In einem Hotel in einem Nachbarort. Ich halte es nicht mehr aus. Ich muß dich sehen, endlich berühren – endlich wirklich berühren können.\“
Wir hatten ein solches Treffen immer ausgeschlossen, wollten es nicht – haben es uns nur in unserer Phantasie vorgestellt.
Meine Gedanken rasen. Ich bin hin und her gerissen. Du weißt es, weißt was in mir vorgeht.
\“Wir werden uns nicht sehen. Wir werden zusammensein ohne uns jemals zu sehen.\“
\“Wie soll das gehen?\“ will ich wissen.
\“Der Taxifahrer hat einen Zimmerschlüssel, wird ihn dir geben. In diesem Zimmer warte ich auf dich. Ich habe alles so arrangiert, daß wir uns nie sehen – nur fühlen werden.\“
Vor meinem Haus steht die Taxe und wartet. Ich gehe zurück zum Rechner.
Tippe: \“Bis gleich, ich bin unterwegs!!\“
Lege ohne ein Wort den Hörer auf, fahre den Rechner herunter, schnappe mir meine Handtasche und verlasse die Wohnung. Alles muß schnell gehen – bevor mein Verstand wieder einsetzt. Bevor ich anfange zu überlegen, was ich da im Begriff bin zu tun.
Gar nicht viel später stehe ich vor der Tür des Hotelzimmers. Zögere kurz und öffne sie dann – bevor ich weglaufen kann. Der Raum ist völlig dunkel. Nur das Flurlicht läßt schemenhaft Einrichtungsgegenstände erkennen.
Ich trete ein, schließe die Tür hinter mir und lehne mich mit dem Rücken dagegen um Halt zu finden. Bin umgeben von Dunkelheit und leiser Musik. Weiß, irgendwo in dieser Dunkelheit bist du – wartest auf mich. Wieder kommen Zweifel in mir hoch. Ich drehe mich um, taste nach der Türklinke, will flüchten…..
Höre wie du meinen Namen aussprichst :\“Johanna?\“
Mein Kopf sinkt gegen das Holz der Tür, ich weiß nicht was ich tun soll.
\“Ja. Ja, ich bin hier.\“
Obwohl es völlig dunkel ist schließe ich die Augen. Höre leise Geräusche hinter mir und fühle dann wie deine Hände vorsichtig meine nackten Arme berühren. Du stehst ganz dicht hinter mir. Lässt deine Fingerspitzen meine Arme hinaufgleiten – sehr zärtlich.
\“Du darfst jetzt nicht mehr gehen….\“
Deine Finger tasten über meinen Nacken, leicht – wie ein Hauch nur.
\“Bitte, bitte, bleib.\“ flüsterst du, bevor deine Lippen meinen Hals berühren.
Alle Anspannung fällt von mir ab, mein Körper wird ganz weich und nachgiebig.
Ja, ich werde bleiben. Werde diese Nacht mit dir unsere Phantasien leben und dich morgen doch noch nie gesehen haben. Ich drehe mich um, lege meine Hände auf dein Gesicht um es wenigstens zu fühlen.
Deine Arme schließen sich fest um mich, so fest, daß es fast schmerzt. Du beugst dich vor und dein Mund findet meine Lippen. Deine Zunge tastet sich zärtlich vor, dringt dann verlangend in mich ein. Du küßt mich lange und tief, drängst deinen ganzen Körper an mich und ich kann fühlen, wie erregt du bist.
Vorsichtig führst du mich durch das dunkle Zimmer. Hast dir vorher alles genau eingeprägt. Wir schaffen es ohne blaue Flecken bis zum Bett zu kommen. Bleiben davor stehen, bis du mir mein Kleid über den Kopf gezogen hast und du mit nacktem Oberkörper vor mir stehst.
Ich taste über deine Brust, deine Schultern, kann endlich deine Haut berühren – nicht nur mit Worten. Ziehe deinen Kopf zu mir, um dich erneut zu küssen. Deine Hände sind überall auf mir. Umfassen meine Brüste, gleiten meinen Rücken hinab, vergraben sich in meinem Hintern.
Blind taste ich nach deinem Gürtel, will mehr von dir spüren. Öffne deine Hose, helfe dir sie auszuziehen und knie mich vor dich auf den Boden. Meine Hände suchen deinen Schwanz. Finden ihn, halten ihn, ertasten ihn, erkennen seine Größe und Härte. Ich nehme ihn in den Mund – will ihn schmecken. Endlich kann ich es wirklich, habe es mir schon so oft vorgestellt. Habe es schon so oft \“fast\“ gefühlt.
Du ziehst mich hoch, läßt dich mit mir auf das Bett fallen. Hältst mich in den Armen. Sagst mir, ich soll mich ganz fallen lassen, mich dir ganz hingeben. Und dann fühle ich dich wirklich überall auf mir – in mir. Deine Hände, deine Finger, dein Mund und deine Zunge sind überall. Du dringst überall in mich ein, findest jede Spalte, jede Öffnung.
Meine Haut ist so empfindlich geworden, daß ich schreien könnte wenn du mich berührst – und ich \“werde\“ schreien, wenn du damit aufhörst…..
Dein Mund saugt sich an meinem Kitzler fest, deine Finger dringen tief in mich ein, bewegen sich immer drängender in mir.
Ich flehe dich an mich endlich richtig zu ficken, will deinen Schwanz in mir spüren. Sage es dir. Du lachst.
\“Genauso wollte ich dich. So habe ich mir dich immer vorgestellt.\“
Es ist Wahnsinn. Ich höre deine Stimme, deine Worte, dein Lachen. Fühle dich, deinen Körper und sehe doch nichts als Dunkelheit. Du bist über mir, drängst meine Schenkel weiter auseinander, läßt deinen Schwanz meine Schamlippen teilen. Ganz langsam, ganz vorsichtig, quälend langsam – viel zu vorsichtig.
Ich will dich in mir haben – JETZT – tief in mir…..
Als ich es kaum noch aushalte, stößt du endlich zu, bist sofort ganz in mir. Hältst dich nun auch nicht mehr zurück. Wirst immer heftiger, stößt immer härter und tiefer zu, bis mein Schreien zum erstenmal in dieser Nacht die Dunkelheit füllt…