Tierhaltung Verboten

Tierhaltung Verboten

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Zu Besuch bei einem neuen Kollegen aus der Firma erlebte Karl eine heftige Überraschung: Thomas und er hatten sich zuerst gemütlich bei einer Flasche Wein über Gott und die Welt unterhalten. Natürlich hatte auch das Thema Frauen eine große Rolle im Gespräch der beiden Singles gespielt. Plötzlich stand Thomas mitten in einem Satz auf und meinte, er wolle Karl etwas zeigen. Sie stiegen in den Keller hinunter, wo ein Partyraum eingerichtet war.

Thomas öffnete einen kleinen Holzverschlag – und was Karl dann zu Gesicht bekam, ließ ihn vor Schreck erstarren. Von oben bis unten in enges Latex gekleidet, hockte dort eine junge Frau. Von ihrem Gesicht waren nur die blauen Augen und der blaßrote Mund zu erkennen. Die Augen blickten ziemlich stumpf, offenbar war sie schon länger in dem Kasten eingesperrt gewesen. Thomas packte sie an der dünnen Kette um ihren Hals und zog sie hoch. Durch die andauernde gebückte Haltung gebeugt, stand sie mit gesenkten Augen vor ihnen. Thomas band die Armreifen an den Handgelenken mit Karabinerhaken aneinander und hängte die zarte Frau an ihren Armen an einen Haken an der Decke. Sie schwieg die ganze Zeit und auch Karl konnte vor Schock keinen Ton hervorbringen. „Hundehaltung ist hier nicht erlaubt“ sagte Thomas mit erstaunlich ernstem Gesicht und „Aber ich brauche was zum Spielen! Die Kuh läuft sonst frei im Haus herum und macht die notwendigen Arbeiten – Putzen und Kochen – aber vor ein paar Tagen war sie so ungezogen, daß ich sie bestrafen mußte, und seitdem ist sie hier eingeschlossen.“ Der strenge Geruch, den die vermummte Sklavin und der Verschlag ausströmten, gab Zeugnis über den Wahrheitsgehalt seiner Aussage ab: Die arme Frau war augenscheinlich seit Tagen in dem dunklen Verlies eingesperrt. Karl lief ein kalter Schauer über den Rücken. Er war entsetzt über so viel Grausamkeit. Aber irgendwo tief in seinem Herzen konnte er sich auch nicht einer gewissen Erregung entziehen: Soviel Macht über einen Menschen zu besitzen, mußte einfach herrlich sein.

Er ignorierte den Gestank und trat näher zu ihr hin. Das enge Latex modellierte perfekt ihren schönen schlanken Körper und unter der Maske mußte sich ein feines Gesicht verbergen. Wenn sie sauber gewesen wäre, hätte er eine sinnliche Regung vermutlich nicht unterdrücken können. „Gefällt sie Dir?“ grinste Thomas, während er nach einem Stock griff. „Ja … nein!“ Karl war verwirrt. „Wieso läßt sie sich das gefallen?“ Mit den Worten „Sie ist mein Eigentum!“ holte Thomas aus und versetzte ihr einen Hieb auf die gestreckten Schenkel. Der Schlag erzeugte ein helles Klatschen auf dem glatten Material des Anzugs. Karl zuckte heftig zusammen, doch die Frau reagierte kaum. „Ich habe sie erzogen…“ Thomas legte des Stock weg und löste den apathischen Körper von der Decke. „Sollen wir es damit gut sein lassen?“ Karl und die Fremde nickten gleichzeitig. „Geh Dich waschen, Du dreckige Sau!“ herrschte Thomas sie an und zog Karl gleichzeitig in Richtung Tür. Mit einem letzten Blick auf das bedauernswerte Geschöpf folgte Karl ihm nach oben. Es drängte ihn, das unheimliche Haus zu verlassen, doch dann siegte seine Neugierde und er setzte sich erneut zu Thomas ins Wohnzimmer. Nach ein paar Minuten des Schweigens, die Karl tief in Gedanken versunken verbrachte, fing Thomas an zu erzählen: „Ich habe sie vor ein paar Monaten von einem Freund gekauft. Eigentlich lebt sie hier wie Gott in Frankreich, solange sie tut, was ich verlange. Nur manchmal muß ich ihr zeigen, wer der Herr im Haus ist. Und Widerrede dulde ich nicht!“ „Aber…“ „Sie steht da drauf, sie hat sich freiwillig ins Sklaventum begeben. Die Torte ist völlig devot!“ „Hat sie keinen Namen?“ konnte Karl nur noch mit schwerer Zunge hervor pressen. „Den hat sie sich noch nicht verdient. Sie kommt, egal wie ich sie nenne, auch wenn ich nur pfeife!“ Thomas lachte hart … und pfiff! Die junge Frau betrat – bis auf das Halsband völlig nackt – den Raum, die Haare noch feucht von der Dusche. Sie kniete sich still neben ihren Herrn. „Willst Du sie benutzen?“ „Nein, nein … ich muß jetzt los…!“ stammelte Karl und erhob sich ruckartig aus dem Sofa. Fast fluchtartig verließ er den Raum, murmelte nur noch ein „Tschüs“ und schloß die Haustür mit einem Knall. Sein Herz wummerte zum Zerbersten und als er von drinnen Thomas’s hämischen Lachen hörte, drohten ihm die Sinne zu schwinden.

Dieses Erlebnis sollte ihn noch lange in seinen erotischen Träumen verfolgen: Manchmal schlief er in seiner Phantasie mit der rot verpackten Sklavin, doch meist sah er sich als Held, der die arme Frau rettete. Bis heute hat ihn diese Erfahrung nicht losgelassen und sein Verhältnis zu Frauen ist seitdem gespalten.

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